Mobilfunk Implantate

Mobilfunk reduziert die Einheilung von Zahnimplantaten durch Störung des Knochenstoffwechsels und erhöhte Entzündungsneigung.
Nach Brüssel lehnt auch Genf die Einführung der 5G-Technologie ab.

cell phone radiation

Diese spannende Studie wurde von Dr. Max Riemann, einem SDS-Anwender und Mitglied unserer SWISS BIOHEALTH EDUCATION Fortbildungszentrum- und Kommunikationsplattform gefunden. Die Pubmed veröffentlichte Studie zeigt, dass Titanimplantate, welche in der Einheilphase Mobilfunk ausgesetzt werden, schlechter einheilen, weniger Knochenkontakt aufweisen und häufiger zu Entzündungen neigen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/30892289/?i=1&from=mobile%20phone%20implants

Abstrakt

Hintergrund und Zweck:

Die Benutzung von Handys hat viele Fragen hervorgerufen. Strahlung bei Knochen-Implantat Kontakt osseointegration während der Heilungsphase.

Materialien und Methoden: Zwölf Hasen wurden in drei Vierergruppen verteilt. Gruppe 1 (Kontrollgruppe) wurde keiner elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt; Gruppe 2 (Testgruppe) wurde der Strahlung für 8 Stunden / Tag in Sprechmodus und 16 Stunden / Tag im Standbymodus ausgesetzt; und Gruppe 3 (Testgruppe) wurde der Strahlung für 24 Stunden kontinuierlich im Standbymodus für 3 Monate ausgesetzt.

Achtundvierzig Implantate wurden im Schienbein und Oberschenkelknochen bei den Hasen eingesetzt und nach 90 Tagen wurden die Hasen geopfert und die Umgebung des Implantates wurde gerettet. Histopathologische Einschätzungen von den Exemplaren wurden gemacht mit Hilfe von einem Durchlicht-Mikroskop. Die Unterschiede in den jeweiligen Gruppen wurden statistisch analysiert mit einer abweichungs-Analyse (ANOVA) und Vergleichen via Fisher‘s exact test.

Resultat: Bedeutend weniger Knochen-zu-Implantat Kontakt und Gewinde des umgebenen Knochen Areal des Implantates, wurden in den Testgruppen gefunden, verglichen mit der Kontrollgruppe.

Man sieht einen deutlichen Unterschied in der regulären Knochen-Bildung (P <.001) unter den drei Gruppen.

Schlussfolgerung: Implantate welche Handys ausgesetzt werden zeigen mehr Entzündungs-Reaktion, verglichen mit denen, welche keinen Handys ausgesetzt wurden.

Mobilfunk – Antennenwirkung bei Implantaten?

Sicherlich ist dieser negative Effekt bei Keramikimplantaten geringer, da diese im Gegensatz zu Titanimplantaten keine Antennenwirkung aufweisen und damit keine Erwärmung des umliegenden Knochens verursachen. Bei Titanimplantaten soll diese Erwärmung im Knochen bis zu 4 °C betragen. Dennoch fordern wir unsere Patienten auf, den Mobilfunkgebrauch postoperativ auf ein Minimum einzuschränken bzw. für mindestens 2 Wochen ganz zu vermeiden, da dieser den Sympathikus-Modus aktiviert und Stammzellen zerstört.

datenuebertragungsrate

Da die geplante Einführung von 5G mit Datengeschwindigkeiten von 50.000 mal schneller als 2G arbeiten wird, müsste diese als 5G verharmlosende Technologie eigentlich „50.000G“ genannt werden. Da komplett neue und kurzwelligere Frequenzbänder genutzt werden sollen, ist der Einfluss auf die Gesundheit von Lebewesen nicht abschätzbar:

mobilfunk frequenzband

Quelle: Beobachter.ch

Aus diesem Grunde hat die Stadt Brüssel am 2. April und die Stadt Genf am 11. April 2019 den weiteren Ausbau von 5G gestoppt, bis weitere verlässliche Daten über die Unbedenklichkeit vorliegen. Genf fordert von der WHO unabhängige Studien.

5g titanimplantate

5g genf gestoppt

Unabhängig von staatlichen Reglementierungen ist jedoch jeder Einzelne gefordert, sich um einen eigenverantwortlichen und bewussten Umgang mit dieser Technologie zu bemühen. Wie im Umgang mit anderen offensichtlich gesundheitsgefährdenden Risiken unseres täglichen Lebens wie Tabak, Alkohol, Zucker, Junkfood etc. können wir die Verantwortung dafür nicht delegieren, sondern müssen für uns selbst entscheiden, ob und wie intensiv wir davon Gebrauch machen wollen!

 

Bildnachweis Titelbild: (c) stock.adobe.com – denisismagilov

One Reply to “Mobilfunk und Einheilung von Implantaten”

  1. Sehr geehrter Dr. Volz,

    Ich bedanke mich für die Informationen. Ich freue mich sehr über das Wissen was der Gesundheit und Zähne betrifft.
    Ich hoffe, es geht Ihnen gut.
    Ich grüsse Sue herzlich aus Finnland.
    Leena Vihavainen- Müller

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

You may use these <abbr title="HyperText Markup Language">HTML</abbr> tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*